Novembertag

 

Nebel hängt wie Rauch ums Haus,
drängt die Welt nach innen. Ohne Not geht niemand aus,
alles fällt in Sinnen.
Leiser wird die Hand, der Mund,
stiller die Gebärde.
Heimlich wie auf Meeresgrund
träumen Mensch und Erde.

(Christian Morgenstern)

Ankommen

Nun beschreiten wir seit einigen Wochen die neuen Wege der neuen Heimat, manövrieren uns mit Geduld und Zuversicht durch einen neuen Alltag. Neu. Neu. Neu. Und doch vieles verknüpft mit Vertrautem. Die goldenen Wochen des nie endenwollenden Septembersommers haben uns das Eingewöhnen vereinfacht, leicht war es an manchen Tagen trotzdem nicht. Jetzt aber sind wir angekommen und bereit, das Neue zu leben, ohne die Tage mit Sonnenschein und Wärme versüßt zu bekommen. Dieses raue, wilde, weite Land – unsere neue Heimat – umfasst uns jetzt an manchen Morgen mit frostiger Kälte, der Nebel fließt so weit ins Tal, dass die Bergspitzen nicht zu entdecken sind. Zeit, die Lichter anzuzünden und das Feuer im Ofen und Herzen zu schüren. In wenigen Tagen werden die letzten Äpfel geerntet, der Garten winterfest gemacht. Dann kommt die Zeit der inneren Einkehr, der Gemütlichkeit und Besinnung. dsc_0741HONU wird fleißig daran arbeiten, dass das Haus, das HONU in der neuen Heimat bekommen hat, eine neue Internetseite bekommt. Außerdem wird an so mancher Angebotsidee gesponnen, werden Veranstaltungen vorbereitet, damit HONU im neuen Jahr mit frischer Tatkraft durchstarten kann.

Neuland

Wir sind umgezogen! Fast2016-08-13 16-34-50 194 Rhönbesuch zwei Jahre lang haben wir geplant und gebaut, saniert und renoviert und dann wurden die Füße bei aller Vorfreude auf das Neue doch ein wenig kalt. So viele liebe Menschen, so viele vertraute Wege und Plätze – allen und allem sagten wir „Auf Wiedersehen“. Wir haben uns wirklich ausgiebig verabschiedet, viele Tränen sind geflossen, ein großes Fest wurde gefeiert und dann, ja dann hatten wir genug des Abschiedselend, packten fleißig und tuckerten mit Sack & Pack & Kaninchen gen Osten ins Land der offenen Fernen. Hier in dieser alten, neuen Heimat haben wir uns nun sechs Wochen lang eingerichtet und uns ein Zuhause geschaffen. Zwischendurch nahmen wir uns Zeit…Zeit zum Planschen im Freibad oder im See, Zeit zum Wandern, Zeit zum Klönschnackhalten, Zeit für viele, viele Feuer im Garten und Zeit zum Beerenpflücken, Salat ernten und Staunen, wenn wieder einige große Greifvögel über die Weiten des Himmels kreisten. Das Neuland ist eine vertraute Fremde für uns. Noch immer müssen wir uns an manchen Tagen an allen Mut erinnern, der uns hierher gebracht hat, an unsere Zuversicht und unsere Träume. Dann bleiben die Füße hoffentlich warm – wenn ein neuer Alltag uns in wenigen Tagen auf neue Wege und zu neuen Begegnungen lockt!